Triathlon Einteiler Beratung

Ein Triathlon Einteiler muss mehrere Funktionen erfüllen, er  muss perfekt sitzen, um beim Schwimmen und Radfahren keinen Widerstand zu bilden und beim Laufen ein Scheuern zu vermeiden. Er muss sehr Atmungsaktiv sein (insbesondere beim Laufen) und gleichzeitig auch eine Windschutzfunktion beim Radfahren erfüllen. Zudem darf er die Muskulatur und die Bewegungsrichtung nicht behindern

Beim Triathlon Einteiler sind somit folgende Features zu beachten:

1. Armabschluss: ist er zu groß, kann sich der Wind darin verfangen und es zieht am Rücken. Ist er zu klein, scheuert es beim Laufen. Leider kommt dies manchmal bei sehr günstigen Einteilern vor.

2. Beinabschluss: bei vielen Einteiler, die weit unter 100 Euro liegen, wird als Beinabschluss ein Silikonband verwendet, dadurch rutscht der Einteiler am Bein nicht hoch, die Muskulatur wird hier aber im Bewegungsablauf eingeschränkt bis hin zu einem "Abbindungseffekt". Man kann dies leicht überprüfen: einfach den Beinabschluss nach einer Rad- oder Laufeinheit hochziehen, dann zeigt sich der Silikonabdruck auf den Oberschenkeln.

Bei Triathlon Einteilern über 100 Euro, z.B. den Triabana Tricompress, wird ein ca. 3 cm breites Elastikband mit Silicondots verwendet. Die Silicondots (kleine Silicon Punkte, die auf das Elastikband aufgedampft werden) verhindern ein Hochrutschen ohne aber die Muskulatur zu beinträchtigen.

3. Material: Bei günstigen Einteilern (auch bei über 100 Euro Einteilern zu finden) wird meist klassisch ein 18-20 % Elasthan Anteil beigemixt, dieser Elasthan Anteil sorgt für die Flexibilität und Körperfassform. Ein hochwertiger Einteiler hat hier aber ungefähr 28-30% Elasthan. Das Material passt sich somit dem Körper wesentlich besser an und unterstützt die Muskelbewegungen ohne diese einzuschränken. Ein hochwertiger Stoff nimmt auch wenig Feuchtigkeit auf und trocknet sehr schnell, zudem ist die Atmungsaktivität bedeutend höher.

4. Radpolstereinsatz: Komfort beim Radfahren und kein Scheuern beim Laufen machen die Entwicklung eines Polsters relativ komplex. Die Form und das Material sind im Zusammenspiel entscheidend. Idealerweise gelocht, um die Flexibilität zu erhöhen und den Feuchtigkeitstransport stark zu erhöhen und die Feuchtigkeitsaufnahme zu vermindern. Die Feuchtigkeit wird quasi durch die Löcher nach außen gedrückt.

5. Reißverschluss: Idealerweise vorne, somit kann der Reißverschluss beim Laufen geöffnet werden, um die Belüftung zu verstärken. Empfehlenswert ist ein etwas größerer Qualitätsreissverschluß. Je kleiner der Reißverschluss, desto anfälliger ist er für ein verhaken oder ausbrechen. Hinter dem Reißverschluss und besonders am Anfang und Ende, sollte sich eine Schutzlasche befinden. Dies verhindert den Kontakt mit der Haut und damit ein Scheuern.


6. Nähte: bei vielen Triathlon Einteilern werden Aufgrund von modischen Aspekten viele Farben/Stoffstücke verwendet. Je mehr Nähte aber vorhanden sind, desto niedriger die Flexibilität in Quer- und besonders in Längsrichtung. Besonders im Brust- und Beinbereich sollten möglichst wenig Nähte Verwendung finden. Nähte im Arm- und Halsbereich sollten verstärkt sein, da hier der Einteiler beim Anziehen sehr stark gedehnt wird.